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	<title>Futter Archive - Leishmaniose-Hilfe</title>
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	<description>Beratung und Futterpläne</description>
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	<title>Futter Archive - Leishmaniose-Hilfe</title>
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	<item>
		<title>Grundgedanken zur Futtergestaltung</title>
		<link>https://leishmaniose-hilfe.com/grundgedanken-zur-futtergestaltung/2022/blog/ernaehrung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ingridhilf]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Aug 2022 13:11:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Darmflora]]></category>
		<category><![CDATA[Futter]]></category>
		<category><![CDATA[Verdauung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p> Die Stärkung der inneren Mitte ist in der chinesischen Diätetik von herausragender Bedeutung und das gilt auch für Hunde vor allem für chronisch kranke Hunde mit mediteranen Erkrankung. Der Arzt Sun Si Miao sagt dazu in den klassischen Schriften: Ohne &#8230; <a href="https://leishmaniose-hilfe.com/grundgedanken-zur-futtergestaltung/2022/blog/ernaehrung/">Weiter</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h4> Die Stärkung der inneren Mitte</h4>
<p>ist in der chinesischen Diätetik von herausragender Bedeutung und das gilt auch für Hunde vor allem für chronisch kranke Hunde mit mediteranen Erkrankung. Der Arzt Sun Si Miao sagt dazu in den klassischen Schriften:</p>
<blockquote><p><span style="color: #000000;">Ohne das Wissen um eine richtige Ernährung ist es kaum möglich, sich einer guten Gesundheit zu erfreuen.</span></p></blockquote>
<p>Frische, unbelastete, natürlich gewachsene und erzeugte Nahrungsmittel von höchster Güte bieten die optimale Voraussetzung für den Körper, während durch industrielle Verarbeitungsprozesse und Konservierungsverfahren (dazu zählen auch Tiefkühlprodukte) die Nahrungsmittel an Qualität verlieren, laut chinesischer Ernährungslehre.</p>
<p>Ob das Futter nun roh oder gegart angeboten wird, spielt eine untergeordnete Rolle, wichtig ist eine optimale Verarbeitung im Körper.</p>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote><p><span style="color: #000000;">Dein Hund lebt nicht von dem was er frisst, sondern von dem was er verdaut.</span></p></blockquote>
<p>Um zu überprüfen ob alle Nahrungsbestandteile gut verdaut werden gibt es eine einfache Untersuchung vom Kot, die mikroskopische Nahrungsausnutzung &#8211; siehe mein Artikel <i class="icon-external-link" style="font-size:14px; color:#000;"></i> <a href="https://tiernahrung-bergmann.eu/news/mikroskopische-nahrungsausnutzung/" target="_blank" rel="noopener"> Mikroskopische Nahrungsausnutzung</a>.</p>
<p>Das Ergebnis ist zwar eine Momentaufnahme vom Futter das vorher gefressen wurde, bietet aber wertvolle Hinweise zur Auswahl der Nahrungsbestandteile.</p>
<p>Alles was im Magen und Dünndarm unzureichend aufgespalten wird, landet im Dickdarm und verursacht dort eine Fehlbesiedelung des Dickdarms. Bei einer chronischen Dünndarmentzündung ist auch die Absorption vieler Nährstoffe gestört. Viel (Nahrungsergänzungen) hilft nicht viel, wenn die optimale Aufnahme nicht gewährleistet ist.</p>
<p>Der Darm sollte frei von Parasiten sein, deshalb ist es sinnvoll zunächst den Kot auf Parasitenbefall zu untersuchen. Darmparasiten (Würmer) verschieben die Immunantwort in Richtung (bei Leishmaniose unerwünschte) Th2 Antwort.</p>
<p>Über den Zustand der Darmflora ist ein bakterielles Profil sinnvoll und bietet Hinweise welche Darmprobiotika nützlich sind.</p>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote><p><span style="color: #000000;">Vor Erstellung eines Futterplanes sollte die Verdauungsleistung und der Zustand der Darmflora untersucht werden.</span></p></blockquote>
<h4>Weitere Tipps:</h4>
<ul>
<li>Stellen Sie Futterschale und Wasserschale räumlich getrennt auf &#8211; ein Wolf trinkt nie da wo er frisst.</li>
<li>Achten Sie auf die Qualitiät der Futter- Wasserschalen, Metall und Plastik können unerwünschte Stoffe ins Futter abgeben.</li>
<li>Das Futter mit Wasser zu verdünnen (mag zwar sinnvoll erscheinen um Hunden die wenig trinken mehr Wasser zukommen zu lassen) schwächt aber das sogenannte &#8222;Verdauungsfeuer&#8220; nach TCM-Ernährung. Bieten Sie zwischen den Mahlzeiten schmackhaftes Wasser an, z. B. verdünnt mit selbst gekochter Fleischbrühe.</li>
<li>Verabreichen Sie das Futter körperwarm ca. 37 Grad, das spart Energie für den chronisch kranken Körper, nach TCM-Ernährung gesehen schonen Sie damit das &#8222;Nierenfeuer&#8220; das den Magen beim Erwärmen der Nahrung unterstützt.</li>
<li>Geben Sie Nahrungsergänzungen immer frisch dazu, nicht mit (bei Vorratshaltung) einfrieren.</li>
<li>Erwärmen Sie das Futter im Wasserbad, nicht im Mikrowellenherd!</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<h6>Beitragsbild fotografiert von Ingrid Bergmann</h6>
<p>&nbsp;</p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Purinarme Diät</title>
		<link>https://leishmaniose-hilfe.com/purinarme-diaet/2019/blog/ernaehrung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ingridhilf]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 May 2019 19:41:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Allopurinol]]></category>
		<category><![CDATA[Futter]]></category>
		<category><![CDATA[Purine]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wieviel Purin darf in einem purinarmen Hundefutter enthalten sein? Mit dieser Frage wird jeder Hundebesitzer eines an Leishmaniose erkrankten Hundes, der Allopurinol einnimmt, konfrontiert. Nach meinem Wissensstand gibt es bis heute keine Antwort, sondern nur Empfehlungen: sich an den Ernährungsrichtlinien &#8230; <a href="https://leishmaniose-hilfe.com/purinarme-diaet/2019/blog/ernaehrung/">Weiter</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4>Wieviel Purin darf in einem purinarmen Hundefutter enthalten sein?</h4>
<p>Mit dieser Frage wird jeder Hundebesitzer eines an Leishmaniose erkrankten Hundes, der Allopurinol einnimmt, konfrontiert. Nach meinem Wissensstand gibt es bis heute keine Antwort, sondern nur Empfehlungen:</p>
<ul>
<li>sich an den Ernährungsrichtlinien für Dalmatiner zu orientieren</li>
<li>sich an den Ernährungsrichtlinien für an Gicht erkrankte Menschen zu orientieren.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote class="wp-block-quote"><p>In diesem Artikel geht es mir darum, der Antwort näher zu kommen und Möglichkeiten der Berechnung darzustellen.</p></blockquote>
<p>Für Dalmatiner finden Sie unterschiedliche Empfehlungen für die Auswahl bei Fertigfutter (meistens Trockenfutter), z. B. einen gewissen Rohproteingehalt nicht zu überschreiten, „Barf geht gar nicht“, oder die Empfehlung, sich an den gängigen Purintabellen für Menschen zu orientieren. Das bringt in den meisten Fällen noch mehr Ratlosigkeit.</p>
<p>Ratschläge für gichtkranke Menschen sind z. B.: kein Bier trinken, Übergewicht abbauen, weniger Fruchtzucker essen und den Verzehr purinhaltiger Produkte wie Wurst, Innereien, Hülsenfrüchte und Fertignahrung, die Hefe enthält, einzuschränken. Eine purinarme Diät sollte 208 mg Purin pro Tag nicht überschreiten, und bei einer streng purinarmen Diät werden nicht mehr als 125 mg Purin pro Tag empfohlen. Die Konsequenz daraus ist, dass gichtkranke Menschen pro Woche 2 bis 3 Mahlzeiten mit wenig Fleisch oder Fisch essen dürfen. Kann man solche Richtlinien für Hunde anwenden?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="has-light-gray-background-color has-background"><span style="color: #000000;"><em>Purine sind wichtige Bausteine der Nukleinsäuren. Sie sind nicht lebensnotwendig, sondern werden vom menschlichen Körper und Hundekörper selbst gebildet. Nach dem Verzehr werden beim Menschen die Purine zu Harnsäure abgebaut und über die Nieren ausgeschieden; bei den meisten Hunderassen erfolgt ein weitergehender Abbau zu Allantoin. </em></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote class="wp-block-quote"><p>Purinarm und proteinarm haben nur bedingt miteinander zu tun!</p></blockquote>
<h3>Beispiele:</h3>
<ul>
<li>Quark ist proteinreich – enthält Null Purin</li>
<li>Eier sind proteinreich – sehr geringer Puringehalt</li>
<li>Fleisch und Fisch sind proteinreich – Puringehalt ist unterschiedlich</li>
<li>Innereien sind proteinreich – sehr hoher Puringehalt</li>
<li>Gemüse, Obst und Getreide enthalten Protein, je nach Sorte geringe bis sehr geringe Purinmengen</li>
<li>Hülsenfrüchte sind sehr proteinreich – hoher Puringehalt</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p class="has-light-gray-background-color has-background"><em><span style="color: #000000;">Proteine halten die Funktion der Körperzellen aufrecht und gewährleisten so die Überlebensfähigkeit des gesamten Organismus. Sie sind Bestandteile aller Komponenten des Körpers wie Muskeln, Knochen, Sehnen, Bänder, Haut, Haare, Eingeweide und Nervensystem. Sie sind weiterhin die Grundlage für die verschiedensten Enzyme, die Stoffwechselreaktionen katalysieren, und für ein funktionierendes Immunsystem bei Mensch und Hund. Sowohl Menschennahrung wie auch Hundenahrung muss dem Körper ausreichend Protein zuführen, damit der Organismus die oben genannten Strukturen aufrechterhalten kann.</span></em></p>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote class="wp-block-quote"><p>Nahrungsproteine sind lebensnotwendige Bestandteile der Nahrung für Mensch und Hund!</p></blockquote>
<p class="has-light-gray-background-color has-background"><span style="color: #000000;">Bei Mensch und Hund bestehen ca. 20 % der Körpermasse aus Eiweiß. Proteine unterscheiden sich einmal durch die Art der am Aufbau beteiligten Aminosäureketten und im Aufbau selber. Blattartig gefaltetes Eiweiß (z. B. Haut, Haare) ist weniger gut aufzuspalten und schwerer zu verdauen. Ist es faden- oder knäuelförmig aufgebaut (z. B. Muskelfleisch), ist es leicht aufzuspalten und sehr gut verdaulich. Bei kreuzförmiger Verflechtung (z. B. Sehnen, Knochen oder bestimmten Organe wie Lunge oder Milz) ist es schwerer aufzuspalten und ebenfalls schwerer verdaulich.</span></p>
<h5>Proteinbedarf Mensch:</h5>
<p>Der durchschnittliche Bedarf des Menschen wird mit 1 g pro kg Magermasse* (Erwachsener, normale körperliche Tätigkeit) angegeben. Die menschliche Leber kann, ohne überlastet zu sein, maximal 4 g Protein pro kg MM/Tag verstoffwechseln. Diese wiegt durchschnittlich 1,5 bis 2 kg, ca. 2 % der Körpermasse (70 kg Mensch). Menschliche Nahrung sollte zu 20 % aus Proteinen bestehen, mindestens jedoch zu 15 %.</p>
<h6 class="has-small-font-size">*Magermasse bedeutet Körpergewicht abzüglich Fettanteil</h6>
<h5>Proteinbedarf Hund:</h5>
<p>Dieser wird nach dem metabolischen Körpergewicht des Hundes berechnet und beträgt je nach Aktivität (lt. Meyer/Zentek) 3- 5 g verdauliches Protein pro kg/KM hoch 0,75 (außer Welpen, Junghunde, trächtige und säugende Hündinnen), mehr als für Menschen empfohlen wird. Auch das Gewicht der Hundeleber ist mit 5 % Anteilen der Körpermasse höher im Vergleich zum Menschen, und es ist anzunehmen, dass diese auch mehr Protein/Tag verdauen kann, ohne überlastet zu sein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Mensch und Hund haben einen unterschiedlichen Proteinbedarf:</h5>
<p>Sowohl mengenmäßig und auch in der Zusammensetzung (Verdaulichkeit). Da viele proteinhaltigen Nahrungsmittel Purine enthalten, ist es für mich denkbar, dass sich die täglich aufgenommenen Purinmengen (Referenzwerte) für gesunde Menschen und Hunde unterscheiden. Um festzustellen, was purinarm bezogen auf Hundenahrung bedeutet, berechne ich die Höhe des durchschnittlichen Puringehaltes einer bedarfsgerechten Futterration für einen gesunden Hund. Der Bedarf selber hängt von vielen Faktoren wie z. B. Hundegröße, Alter, Fellart, Außentemperatur, täglicher Bewegung und Zusammensetzung des Futters ab.</p>
<p>Meiner Meinung nach muss individuell für jeden Hund die bedarfsgerechte Proteinmenge und Futterzusammensetzung errechnet werden, daraus der Puringehalt der Tagesration bestimmt werden, um somit einen individuellen Referenzwert zu erhalten, der als Maßstab für die Purinreduzierung dient. Je nach Dosishöhe des Allopurinols kann die Purinmenge entsprechend gekürzt werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Berechnung Tagesmenge Purin gesunder Hund:</h5>
<p class="has-light-gray-background-color has-background">Beispielberechnung: 20 kg Hund, mittlere Aktivität, Energiebedarf 1230 kcal/Tag , 20 % Energie (3,5 kcal/1 g Protein-Atwater Faktor**) aus proteinhaltigen Zutaten, (150 g Rinderhack, 50 g Rinderherz, 30 g Rinderleber, 30 g Rinderniere, 40 g Rinderlunge, 100 g Möhren, 50 g Kartoffeln, 50 g Rohgewicht Reis, 1 Eigelb) ergibt ca. 69 g Protein mit einem Puringehalt (lt. Purintabelle.de) von ca. 261,1 mg Purin als individuellen Referenzwert.</p>
<p class="has-small-font-size">Fette und Nahrungsergänzungen sind in diesem Beispiel nicht aufgelistet.</p>
<h6 class="has-small-font-size">** Der Atwater Faktor ist eine Konstante für den physiologischen Brennwert</h6>
<hr />
<p>Eine weitere Möglichkeit ist, die empfohlenen Purinmengen für Gichtpatienten auf das Körpergewicht (Durchschnitt 70 kg) umzurechnen, Ergebnis verdoppeln (aufgrund der Annahme das die Hundeleber mehr Protein verstoffwechseln kann als die Menschliche) und ausrechnen (errechneter Purinwert x KM hoch 0,75 Hund), wie hoch der Puringehalt der Tagesration ist.</p>
<p class="has-light-gray-background-color has-background">Beispielberechnung: 208 mg Purindiät Mensch (70 kg) ergibt pro Kg Körpergewicht 2,97 mg Purin x 2 = 5,94 mg Purin. Hund 20 kg: metabolischer KM-Wert = 9,45741609003 x 5,94 mg Purin = 56,18 mg Purin/Tag als Referenzwert für eine purinarme Diät. Das Ergebnis einer Berechnung mit 125 mg Purin/Tag ergibt für unseren 20-kg-Musterhund 33,76 mg Purin/Tag.</p>
<h5>Ergebnis meines Vergleichs:</h5>
<p>Ein 20 kg schwerer gesunder Musterhund nimmt  pro Tag ca. 261 mg Purin auf.</p>
<p>Laut Berechnung für die purinarme Menschendiät mit 208 mg Purin/Tag dürfte unser 20-kg-Musterhund pro Tag ca. 56,18 mg Purin zu sich nehmen, das sind aufgerundet 152 mg weniger Purin.</p>
<p>Mit 56,18 mg Purin/Tag für einen 20-kg-Musterhund ist der Proteinbedarf nicht mehr komplett über fleischhaltige Produkte zu decken und bedarf der Zufütterung von Magerquark und Eiern, ein Kompromiss, der meiner Meinung nach nur für Extremfälle (z. B. massive Xanthinsteinbildung) zu empfehlen ist.</p>
<p>Berechnet mit 125 mg Purin/Tag, ergibt für den 20-kg-Musterhund 33,76 mg Purin/Tag.</p>
<p>Diese Variante mit 33,76 mg Purin/Tag für den 20-kg-Musterhund ist für eine bedarfsdeckende Hundenahrung unrealistisch.</p>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote class="wp-block-quote"><p>Eine Purinreduktion des individuell errechneten „Normfutters“ um 50 % (= 6,75 mg Purin/kg für Musterhund mit 20 kg) könnte ein Referenzwert sein und eine Antwort auf die Frage „was bedeutet purinarm füttern“.</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>BARF bei Leishmaniose</title>
		<link>https://leishmaniose-hilfe.com/barf-bei-leishmaniose/2019/blog/ernaehrung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ingridhilf]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Apr 2019 15:54:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Allopurinol]]></category>
		<category><![CDATA[Barf]]></category>
		<category><![CDATA[Futter]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#160; Barf bedeutet Biologisch Artgerechtes Rohes Futter und orientiert sich an der Ernährungsform der Vorfahren unserer Haushunde, der Wölfe. Wölfe sind Beutetierfresser, das bedeutet, sie fressen ihre Beute mit „Haut und Haaren“. Bei der Zusammenstellung von Barf-Mahlzeiten wird versucht, das &#8230; <a href="https://leishmaniose-hilfe.com/barf-bei-leishmaniose/2019/blog/ernaehrung/">Weiter</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="entry-body">
<div class="entry-content">
<p>&nbsp;</p>
<p>Barf bedeutet <strong>Biologisch Artgerechtes Rohes Futter</strong> und orientiert sich an der Ernährungsform der Vorfahren unserer Haushunde, der Wölfe. Wölfe sind Beutetierfresser, das bedeutet, sie fressen ihre Beute mit „Haut und Haaren“. Bei der Zusammenstellung von Barf-Mahlzeiten wird versucht, das Beutetier nachzuahmen, dieses besteht aus:</p>
<p>&nbsp;</p>
<ul>
<li>Fleisch</li>
<li>Fett</li>
<li>Skelett</li>
<li>Blut</li>
<li>Innereien</li>
<li>Magen-Darm-Inhalt</li>
<li>Haut/Haaren</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>Es wird davon ausgegangen, dass frische, unbehandelte Nahrung gesünder als industriell hergestellte Nahrung ist und alle Nährstoffe liefert, die unsere Hunde brauchen. Somit ist es auch naheliegend zu denken, dass Barf für chronisch kranke Hunde und Hunde, die an Leishmaniose erkrankt sind, die richtige Ernährung sein kann. Ist das so? Um diese Frage zu beantworten, schauen wir zunächst einmal an, was beim Barfen die häufigsten Fehler sind:</p>
<p>&nbsp;</p>
<ol>
<li>Zugabe von bzw. Mischen mit Trockenfutter</li>
<li>Zugabe von gekochten Kohlehydraten, was zu Verdauungsstörungen führen kann</li>
<li>Zu wenig tierisches Fett</li>
<li>Keine Innereien</li>
<li>Orientierung an der Zusammensetzung des Beutetieres vernachlässigen</li>
<li>Keine oder zu viel Rohfleischknochen oder gekochte Knochen (lebensgefährlich!)</li>
<li>Zu viele pflanzliche Zutaten oder die falsche Zusammenstellung (z. B. zu viel oxalsäurehaltige Gemüse, welche mit Calcium schwer lösliche Bindungen eingehen)</li>
<li>Zutaten, die für Hunde giftig sind, beifügen</li>
<li>Thiaminase-haltigen rohen Fisch, z. B. Karpfen, Hering, Kabeljau, Seelachs, Thunfisch, füttern</li>
<li>Zu viele Kehlköpfe (zu viel Schilddrüsengewebe)</li>
<li>Rohes Schweinefleisch (Aujetzky-Erkrankung!)</li>
<li>Auftauen von Tiefkühlfleisch in der Plastikverpackung (Botulismus-Toxin!)</li>
<li>Füttern von kalten Zutaten aus dem Kühlschrank</li>
</ol>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote class="wp-block-quote"><p>Hunde, die an Leishmaniose erkrankt sind und das Medikament Allopurinol einnehmen, sollten purinarm ernährt werden, um einer Xanthinsteinbildung vorzubeugen.</p>
<p>&nbsp;</p></blockquote>
<h4>Vergleich Barf Regeln mit purinarmer Futterzusammenstellung:</h4>
<p>Purine befinden sich in jedem Fleisch, Innereien und Haut sind besonders purinreich. Aus diesem Grund füttert man bei einer purinarmen Diät weniger Fleisch und wenig oder gar keine Innereien, und somit entfernen wir uns vom fachgerechten Barfen (Punkt 4 und 5 in der obigen Liste).</p>
<p>Hat der an Leishmaniose erkrankte Hund noch eine Nierenerkrankung (was sehr häufig vorkommt), ist die Fütterung von rohen Fleischknochen einzuschränken oder ganz darauf zu verzichten (Punkt 6).</p>
<p>Bei Leber- oder Bauchspeicheldrüsenproblemen kann es notwendig sein, die Fettzugaben einzuschränken (Punkt 3 der Liste).</p>
<p>Um die Rationen mit weniger Fleisch und ohne Innereien aufzufüllen, ist es notwendig, gekochte Kohlehydrate beizufügen, das kann zusammen mit Rohfleisch zu Verdauungsstörungen führen (Punkt 1 und 2 obiger Liste).</p>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote class="wp-block-quote"><p>Fachgerecht und richtig Barfen ist meiner Meinung nach nicht umsetzbar bei purinarmer Ernährung.</p></blockquote>
<p class="has-small-font-size"><em> </em></p>
</div>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://leishmaniose-hilfe.com/barf-bei-leishmaniose/2019/blog/ernaehrung/">BARF bei Leishmaniose</a> erschien zuerst auf <a href="https://leishmaniose-hilfe.com">Leishmaniose-Hilfe</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Nahrungsergänzungen Teil 2</title>
		<link>https://leishmaniose-hilfe.com/nahrungsergaenzungen-teil-2/2019/blog/beratung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ingridhilf]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Mar 2019 10:22:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Beratung]]></category>
		<category><![CDATA[Futter]]></category>
		<category><![CDATA[Nahrungsergänzungen]]></category>
		<category><![CDATA[Vitamine]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://leishmaniose-hilfe.com/?p=196</guid>

					<description><![CDATA[<p>Welche Defizite sind zu erwarten? Aufgrund der purinarmen Ernährung (weniger Fleisch, Fisch, Innereien) kann es bei an Leishmaniose erkrankten Hunden zu Defiziten an B-Vitaminen und Zink kommen. Für das Immunsystem ist vor allem das Vitamin B6 (Pyridoxin,Pyridoxal,Pyridoxamin) wichtig. Es befindet &#8230; <a href="https://leishmaniose-hilfe.com/nahrungsergaenzungen-teil-2/2019/blog/beratung/">Weiter</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="entry-body">
<div class="entry-content">
<h4>Welche Defizite sind zu erwarten?</h4>
<p>Aufgrund der purinarmen Ernährung (weniger Fleisch, Fisch, Innereien) kann es bei an Leishmaniose erkrankten Hunden zu Defiziten an B-Vitaminen und Zink kommen.</p>
<p>Für das Immunsystem ist vor allem das Vitamin B6 (Pyridoxin,Pyridoxal,Pyridoxamin) wichtig. Es befindet sich vor allem in Rotbarsch, Lachs, Hühnerbrust, Putenbrust, Rinderfilet, Banane, Zuckermais und Haferflocken. Die genannten Nahrungsmittel sind als Zutaten für Hundefutter geeignet (Fisch und Geflügel ohne Haut, wenig Banane). Eine zusätzliche B-Vitamin-Ergänzung ist trotzdem sinnvoll.</p>
<p>Die meisten Präparate für Hunde enthalten Bierhefe (leider zu purinreich) und eignen sich nicht zur Vitamin-B-Ergänzung. Präparate aus dem Humanbereich sind bedingt geeignet, meistens ist die Dosierung der Vitamine zu hoch, was vor allem für kleine Hunde ein Problem wird und eine tägliche Verabreichung fast unmöglich macht.</p>
<p>Ein für Hunde gut dosiertes Präparat ist von der Firma Naturafit <strong>„B-Komplex natürlich“</strong> (biologisch aktiver B-Komplex aus der Quinoa Pflanze).</p>
<p><span style="color: #333399;"><em>Dosierungsempfehlung pro 10 kg Körpergewicht 1 Kapsel täglich.</em></span></p>
<p><em><br />
</em>Zink kommt vor allem in Innereien vor und in pflanzlichen Produkten. Da wenig Innereien gefüttert werden dürfen und pflanzliche Zufuhr wegen der hohen Mengen unvorteilhaft ist, rate ich, 2 bis 3x in der Woche ein Zinkpräparat zu supplementieren (nach Möglichkeit nach dem Abendessen). Gut verwertbar ist Zinkorotat, Zinkgluconat; die meisten Präparate sind für kleine Hunde zu hoch dosiert und müssen (wenn möglich) geteilt werden.</p>
<p>Ein niedrig dosiertes Präparat mit 10 mg Zinkgluconat gibt es von Zein Pharma „Zinkonat Kapseln“.</p>
<p><span style="color: #333399;">1 Kapsel pro 10 kg  Körpergewicht des Hundes.<br />
</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h5><strong>Hagebuttenpulver:</strong></h5>
<p>Zu den aktiven Inhaltsstoffen gehören Galaktolipide , Polyphenole, Vitamin C und Fettsäuren. Daneben enthalten die Früchte auch Carotinoide, Säuren, Pektin, Mineralstoffe und Gerbstoffe. Hagebuttenpulver hat schmerzlindernde, entzündungshemmende, immunmodulierende und antioxidative Eigenschaften. Bei chronisch kranken Hunden und Hunden mit nicht intakter Darmflora kann die Zugabe einer natürlichen Vitamin-C-haltigen Frucht sinnvoll sein.</p>
<h5><strong>Sanddornpulver:</strong></h5>
<p>Ist eine Alternative und reich an Vitamin C, zahlreiche Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente wie Kalzium, Kalium, Magnesium, Eisen und Zink, das Provitamin A (Beta-Carotin) und die Vitamine B1, B2, E und K und ungesättigte Fettsäuren.</p>
<p><span style="color: #333399;"><em>Dosierungsempfehlung für Hagebuttenpulver und Sanddornpulver pro 10 kg Hund 0,3 g/Tag.</em></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Pflanzliche Öle:</h5>
<p>Natürliche Quellen für Vitamin E sind verschiedene pflanzliche Öle. Synthetisch hergestelltes Vitamin E wird fast allen Fertigfuttermitteln beigefügt, um die Fette vor dem Ranzigwerden zu schützen. Für den Körper ist es ein wichtiges Antioxidanz.</p>
<p>Vitamin E besteht aus Tocopherolen (4 Gruppen, Alpha, Beta, Gamma und Delta) und Tocotrienolen (4 Gruppen, Alpha, Beta, Gamma und Delta). Die 4 Gruppen von Tocopherolen haben unterschiedliche Wirksamkeit, Alpha 100%. Alpha-Tocotrienole haben im Vergleich zu Alpha-Tocopherolen eine 40- bis 60-fach höhere Wirkung als Antioxidanz gegenüber Lipidperoxidation in Zellmembranen.</p>
<p>Pflanzliche Öle haben wiederum unterschiedliche Gehalte und Zusammensetzungen an Tocopherolen und Tocotrienolen. Der höchste Gehalt an Alpha-Tocopherol findet sich in <strong>Weizenkeimöl, </strong>gefolgt von<strong> Sonnenblumenöl</strong> und <strong>Distelöl</strong>. Hohe Gehalte an Tocotrienolen finden wir in <strong>nativem Roten Palmöl</strong> (außerdem reich an Coenzym Q10, Beta Karotin), gewonnen aus den Früchten der Ölpalme, gefolgt von <strong>Schwarzkümmelöl </strong>und <strong>nativem Kokosöl</strong>.</p>
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<h5>Wieviel Vitamin E braucht Ihr Hund?</h5>
<p class="has-background has-light-gray-background-color">Der Bedarf des Hundes  an Vitamin E variiert in Abhängigkeit von der gleichzeitigen Aufnahme an ungesättigten Fettsäuren.</p>
<p class="has-background has-light-gray-background-color">Auch die Aktivität des Hundes spielt eine Rolle. Sporthunde, Zuchtrüden, tragende Hündinnen benötigen höhere Mengen von Vitamin E, ebenso auch Hunde mit Herzproblemen.</p>
<p class="has-background has-light-gray-background-color">Durch die Fütterung mit minderwertigen Fetten (bestimmte Fertigfutter) steigt der Bedarf an Vitamin E drastisch an. Der Bedarf des Hundes an Vitamin E liegt bei mindestens 0,6 mg Vitamin E je Kilo Körpergewicht. Bei Rennhunden werden laut Professor Meyer („Ernährung des Hundes“) 3 mg Vitamin E je Kilogramm angenommen.</p>
<p class="has-background has-light-gray-background-color">Vitamin E hat blutverdünnende Eigenschaften und sollte nicht vor Operationen verabreicht werden.</p>
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<p><strong> Leinöl </strong>ist ein wichtige, lebensnotwenige pflanzliche Omega-3-Quelle und besonders reich an Alpha-Linolensäure, es sollte jeden Tag verabreicht werden. Bitte immer frisch kurz vor dem Füttern zugeben, Flasche sofort verschließen und im Kühlschrank aufbewahren, da dieses leicht oxidiert. Es enthält sehr wenig Vitamin E und sollte immer in Kombination mit oben genannten Vitamin-E-reichen Ölen verabreicht werden.</p>
<p>Eine sehr gute Kombination ist natives Rotes Palmöl mit Leinöl. <strong>Borretschöl</strong> enthält, gefolgt von <strong>Nachtkerzenöl</strong>, sehr hohe Anteile der wertvollen Gamma-Linolensäure. Es gibt Hunde, deren Stoffwechsel Alpha-Linolensäure nicht oder nur unzureichend in Gamma-Linolensäure umwandeln kann, in diesem Fall sollte zusätzlich Borretsch- oder Nachtkerzenöl frisch dem Futter beigefügt werden.</p>
<p><strong>Lachsöl</strong> wird aus fetten Seefischen wie Lachs, Thunfisch, Heilbutt oder Makrele gewonnen und ist Lieferant für Omega-3-Fette in tierischer Form.</p>
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<h5>Was macht das Immunsystem?</h5>
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<p>Der Körper regelt manche Substanzen zu seinen Gunsten herunter, antwortet so auf die Erreger und macht ihnen durch Entzug das Leben schwer.</p>
<p>Defizite um jeden Preis ausgleichen zu wollen, könnte kontraproduktiv sein. Vor allem wenn die Immuntwort in Richtung TH2 verschoben ist, sollten Vitamin A, Vitamin D und auch Eisen-Supplementierungen mit größter Sorgfalt vorgenommen werden.</p>
<p>Das gilt meiner Meinung auch für immunstimulierende Mittel wie z. B. Echinacea (Roter Sonnenhut), Mistel, Colostrum, Gelee Royal usw.</p>
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<blockquote><p>Jeder an Leishmaniose erkrankte Hund hat eine individuelle Immunlage, und was einem Hund hilft, kann beim anderen Hund zu unerwünschten Immunreaktionen führen!</p></blockquote>
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		<title>Purinarm füttern</title>
		<link>https://leishmaniose-hilfe.com/purinarm-fuettern/2018/blog/ernaehrung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ingridhilf]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Jul 2018 20:14:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Futter]]></category>
		<category><![CDATA[Hund]]></category>
		<category><![CDATA[Purine]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#160; Für Dalmatiner und Hunde die an Leishmaniose erkrankt sind. Purine sind stickstoffhaltige Verbindungen tierischer und pflanzlicher Zellkerne und für die Ernährung eines Hundes nicht essenziell, denn sie werden vom Hundekörper auch selbst gebildet. Anders als beim Menschen, der als &#8230; <a href="https://leishmaniose-hilfe.com/purinarm-fuettern/2018/blog/ernaehrung/">Weiter</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<h4 class="western">Für Dalmatiner und Hunde die an Leishmaniose erkrankt sind.</h4>
<p>Purine sind stickstoffhaltige Verbindungen tierischer und pflanzlicher Zellkerne und für die Ernährung eines Hundes nicht essenziell, denn sie werden vom Hundekörper auch selbst gebildet.</p>
<p>Anders als beim Menschen, der als Endprodukt des Purinstoffwechsels Harnsäure ausscheidet, scheiden Hunde Allantoin aus (wird durch die Oxidation der Harnsäure mittels der Uricase gebildet). Beim Dalmatiner ist das anders, dieser scheidet sowohl Harnsäure als auch Allantoin als Endprodukt des Purinstoffwechsels aus. Das ist der Grund, warum für Dalmatiner eine purinarme Ernährung empfohlen wird.</p>
<p>Hunde, die aufgrund einer parasitären Infektion, nämlich Leishmaniose, erkrankt sind, sollten ebenfalls purinarm ernährt werden.</p>
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<p>Anders als der Mensch erkranken Hunde immer an der sogenannten viszeralen Form, das heißt, das Knochenmark und die inneren Organe sind betroffen. Leishmanien benötigen zur Fortpflanzung und Entwicklung die Purine ihres Wirtsorganismus, da sie selber keine Purine herstellen können.</p>
<p>Die meisten erkrankten Hunde erhalten vom Tierarzt das Medikament Allopurinol, einen „Wachstumshemmer“ gegen die Leishmanien (Allopurinol ist in der Humanmedizin als Gichtmittel bekannt). Allopurinol greift in den Purinstoffwechsel ein, dadurch fällt Xanthin an (eine Vorstufe des Purinabbaus), welches hauptsächlich über die Niere ausgeschieden wird.</p>
<p>Um auch einer Bildung von Xanthinsteinen vorzubeugen, ist ebenfalls eine purinarme Ernährung bei einem leishmaniosekranken Hund notwendig. Erhält ein Hund Allopurinol, sollte man außer purinarm auch oxalsäurearm füttern.</p>
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<h4>Welche Produkte sind besonders Purinreich?</h4>
<p>Da Purine wichtige Bausteine der Nukleinsäuren sind – diese bilden den Hauptbestandteil der Zellkerne pflanzlicher und tierischer Zellen – muss man Nahrungsmittel meiden, die besonders viele Zellkerne enthalten.</p>
<p>Bei tierischen Produkten sind das hauptsächlich Innereien aller Schlachttiere wie Herz, Leber, Nieren, Lunge, Hirn sowie Haut vom Geflügel. Fische wie Sardinen, Hering, Makrele und Thunfisch.</p>
<p>Bei pflanzlicher Nahrung vor allem Hülsenfrüchte wie Bohnen (dazu gehört auch Soja), Erbsen und Linsen sowie Hefeprodukte.</p>
<p>Viele dieser genannten Produkte finden sich reichlich in Fertignahrung für Hunde.</p>
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<h4>Was gibt es noch zu beachten?</h4>
<p>Oxalsäurehaltige Gemüse sind vor allem Rote Beete, Spinat, Mangold, Portulak, Petersilie und einige Kräuter, auch diese können Bestandteile von Hundefertignahrung sein.</p>
<p>Sinnvoll ist, die Nahrung für einen leishmaniosekranken Hund selber zu kochen aus Zutaten, die purinarm (evtl. auch oxalsäurearm) sind. Die Puringehalte einzelner Nahrungsmittel kann man in Lebensmitteltabellen nachlesen. Wichtig ist, dass man dem Selbstgekochtem ein Calciumpräparat zufügt, hochwertige Öle wie z.B. Leinöl und Faserstoffe wie z.B. Weizenkleie. Weitere Ergänzungen sind B-Vitaminpräparate / Mineralien u. Spurenelemente. Der Fleischanteil sollte geringer sein als herkömmlich, dafür verwendet man hochwertiges Muskelfleisch, um den Bedarf an lebensnotwendigen Eiweißbausteinen sicherzustellen; sehr wichtig, wenn bereits eine Nierenschädigung diagnostiziert wurde.</p>
<p>Ist es nicht möglich, die Nahrung selber zu kochen, sollte man Fertignahrung verwenden, die keine oder wenig Innereien enthält, keine Geflügelhaut, Fischprodukte, keine Hülsenfrüchte und Hefeprodukte sowie keine oxalsäurehaltigen Gemüsezutaten.</p>
<p>Eine weitere Möglichkeit ist, reine Fleischdosen (Muskelfleisch) mit selbst gekochten Beilagen oder Fertigflocken zu mischen, die die oben genannten Kriterien erfüllen (Zugabe oben genannter Ergänzungen dabei nicht vergessen).</p>
<p>Bei fortgeschrittener Erkrankung mit Organschäden (meistens Nieren) empfiehlt es sich, die Nahrungszusammenstellung unter Einbeziehung der Laborbefunde vorzunehmen.</p>
<p><em> </em></p>
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