Leishmaniose Hund

TH1-TH2-Immunbalance


Bei an Leihmaniose infizierten Hunden wurden bislang zwei unterschiedliche Reaktionsmuster des Immunsystems beschrieben:

  • Typ 1 T-Helferzellen (TH1-Lymphozyten)
  • Typ 2 T-Helferzellen (TH2-Lymphozyten)

Diese beiden immunologischen Reaktionen können grundsätzlich parallel ablaufen, meistens liegt der Schwerpunkt auf einem der beiden Reaktionsmuster. Hunde mit TH1-Reaktion (vorwiegend zelluläre Immunantwort) kontrollieren die Infektion in der Regel gut, Hunde mit überwiegend TH2-Reaktion (vorwiegend humorale Immunantwort) erkranken häufig schwer. Warum sich das Immunsystem für den einen oder anderen Abwehrmechanismus entscheidet, ist bei Leishmaniose- Hunden noch nicht geklärt.


In der Humanmedizin befassen sich in spezielle Immunologische Praxen und Labore mit der Messung und Beurteilung der TH1-TH2-Balance (Zytokindiagnostik). Mit speziellen Testverfahren wird versucht, ein Ungleichgewicht im Immunsystem zu entdecken und mit einer Immuntherapie zu regulieren, z.B. bei Virusinfektionen, als Zusatztherapie bei Krebs, bei allergischen Erkrankungen oder Autoimmunerkrankungen. Die TH1-Reaktionslage ist notwendig zur Abwehr bakterieller oder viraler Infekte. Die TH2-Reaktionslage tritt bei allergischen Erkrankungen und parasitären Infektionen auf. An der Immunreaktion sind verschiedene Zytokine beteiligt, die das jeweile Immunreaktionsmuster anregen, bremsen oder regulieren. In einem gesunden Körper besteht normalerweise ein Gleichgewicht zwischen TH1-Zellen und TH2-Zellen.


Dominanz der TH1-Reaktion (diese ist seltener) findet sich z.B. bei:

  • Autoimmunerkrankungen
  • Basedow
  • Multipler Sklerose
  • Sarkoidose
  • Diabetes mellitus Typ I
  • Kontaktdermatitis
  • Schwermetallbelastung
  • Virus- und Bakterieninfektionen
  • Hashimoto
  • Morbus Crohn

Dominanz der TH2-Reaktion findet sich z.B. bei:

  • Atopischer Dermatitis
  • Allergien
  • Nahrungsmittelunverträglichkeit IgE-Typ und IgG1-Typ
  • AIDS ( TH1-Ausfall)
  • Syphillis
  • Lupus Erythematodes
  • Leaky gut Syndrom (geschädigte Darmschleimhaut)
  • Histaminüberschuss – TH2 stimuliert Mastzellen
  • Mykosen: Candida, Aspergillus, Penicillium etc.
  • Darmparasiten

Krankheiten, die durch TH1-Mangel begünstigt werden, sind z.B. Krebs, Candida Infektionen und Leaky gut Syndrom.

Krankheiten, die durch TH2-Mangel begünstigt werden, sind z.B. Darmparasiten und Psoriasis.

Ein Ungleichgewicht des Immunsystems hat viele Ursachen, die „natürliche“ Verschiebung zur nicht erwünschten ständigen TH2-Reaktion findet mit dem Alterungsprozess statt und durch Stress. Bestimmte Umweltfaktoren, Medikamente, Vergiftungen, oxidativer Stress, Impfungen und Ernährungsdefizite können beschleunigend wirken.

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